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Trauer beginnt im Kopf und endet .. ….

Trauer ist ein Gefühl und Gefühle entstehen im Kopf. Damit gehört Trauer zu den Grundgefühlen des Menschen, wie zum Beispiel Angst, Neid, Freude und Mitgefühl. Damit ist klar, dass auch die Trauer im Kopf beginnt und nicht abzuschalten ist.

Somit reagiert unser Gehirn auch auf einen Todesfall. Wenn wir die Todesnachricht eines lieben Mitmenschen erhalten, reagieren wir mit einem Schock. Wir können es zunächst nicht fassen und unser Gefühlsleben gerät durcheinander. Hirnstamm, Kleinhirn und das limbische System, als Funktionseinheit des Gehirns, sind von diesem Durcheinander betroffen. Unsere Trauer beginnt nun im Kopf.

Eine unserer Emotionen ist Trauer und unser emotionales Lernen beginnt im Mutterleib und setzt sich in der Kindheit fort. Die ersten sechs Lebensjahre sind hier entscheidend, da das emotionale Lernen die gesamte Entwicklung beeinflusst. In meinen Trauerbegleitungen wende ich die kognitive Verhaltenstherapie an. Hier werden die Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen unter die Lupe genommen. Die entsprechenden Verhaltensweisen werden bewusst gemacht und es wird versucht eine Korrektur der negativen Einstellungen, die Kindesalter erworben wurden, vorzunehmen.

Viele Klienten, dies bemerke ich auch im beruflichen Alltag der Psychiatrie, sind in der Lage das falsche Verhalten aufzulösen. Es findet ein Umdenken statt und damit wird auch der Trauerprozess erleichtert. Am Ende ist der Trauerprozess abgeschlossen, das Leben bekommt eine neue Farbe. Der/die Trauernde lernt, mit den Geschehnissen umzugehen. Die Trauer um den geliebten Menschen geht niemals verloren, doch der Umgang mit ihr hat sich gewandelt. Damit endet die negative Trauer im Kopf.

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Epiktet, ein griechischer Philosoph der Antike, sagte bereits: „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern was wir über die Dinge denken.“