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Das Leben verstehen lernen

Viele Menschen leben so, als wären sie unsterblich. Krankheit, Tod und Trauer werden verdrängt. Sie passen nicht in unseren hektischen Alltag. Doch wir werden alle sterben und sollten nicht nur Leben, wir sollten auch lernen, das Leben zu verstehen.

Doch wie kann das Leben verstanden werden? Jeder hat vom Leben seine eigene Vorstellung. Die einen Leben, um zu arbeiten. Andere Arbeiten, um zu leben. Es gilt, einen goldenen Mittelweg zu finden. Das Leben ist vielseitig, gefährlich, langweilig, explosiv und zeitweise auch sehr anstrengend.

Wer sich über sein Leben Gedanken macht, muss auch das Sterben, den Tod und die Trauer einkalkulieren. Wer bin ich? Woher komme ich? Woher kommt das Ganze? Was ist Leben überhaupt? All dies sind philosophische Fragen, die nach einer Antwort suchen. Wer sich über solche Themen Gedanken macht, ist schon ein gutes Stück weiter.

Nur mit der Auseinandersetzung des eigenen Lebens kann das Leben im Ganzen verstanden werden. Dieses eine Leben kommt nicht wieder. Selbst wer an die Wiedergeburt glaubt, wird im nächsten Leben ein anderer sein. Deshalb ist es wichtig, das Leben jetzt zu verstehen. Denn irgendwann wird es zu spät dazu sein.

Buddha sagte: „Leben ist leiden.“ Ich sage: „Leben ist leiden und Lernen zugleich.“ Denn nur aus dem Leid kommt die Erkenntnis. Das Leid bietet eine Chance, über sich und das eigene Leben nachzudenken. Wer mit dem Leid richtig umgeht, wird verstärkt aus diesem hervorgehen. Ob wir das Leben jemals im Ganzen verstehen werden, ist fraglich. Wir sollten es jedoch versuchen, um am Ende glücklich zu sein. Denn jeder Mensch will glücklich sein.

 

 

Meine Leben vor meinem Leben

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind meine Gedanken zum jetzigen Leben. Habe ich schon einmal gelebt? Oder sogar schon öfters? Was war vor meinem jetzigen Leben? Wo komme ich her und wo gehe ich hin? All dies sind Fragen, die mich schon seit Jahrzehnten begleiten. Doch Antworten auf diese Fragen habe ich nie erhalten und werde sie auch nicht erhalten. Somit muss ich mir mein eigenes Weltbild machen, um mit dem jetzigen Leben abschließen zu können. Ja richtig, Ihr habt richtig gelesen, ich möchte einen Abschluss finden. Einen Abschluss zu dem Hier und Jetzt, um mich auf das nächste Leben freuen zu können.

Ich denke, dass der Glaube an die Wiedergeburt ein sehr guter Glaube ist. Durch die buddhistische Philosophie finde ich einen Sinn in meinem Leben. Dieses Leben ist nur eine Zwischenstation. Eine Zwischenstation zu den weiteren Leben, die mir noch bevorstehen. Denn ich glaube nicht, dass ich ins Nirwana übergehen kann. Dazu habe ich zu viele „Sünden“ begangen.

Wer hatte nicht schon mal das Gefühl, gelebt zu haben? Eine fremde Person kommt einem bekannt vor oder ein völlig fremder Ort (im Urlaub zum Beispiel) vermittelt einem das Gefühl, schon mal da gewesen zu sein. Solche Erlebnisse sind schon vielfach vorgekommen und auch ich habe das Gefühl schon mal gelebt zu haben. Wie dem auch sei. Wer an die Wiedergeburt glaubt, kann es im Sterbeprozess leichter haben.

Mein jetziges Leben ist ein weiterer Prüfstein zu meinen weiteren Leben. Dadurch habe ich die Chance im nächsten Leben einiges gut zu machen, was in diesem Leben nicht so gut lief.

 

Ich freue mich auf das nächste Leben

Die Aussage „Ich freue mich auf das nächste Leben“ gilt nicht für jeden. Buddhisten glauben an die Wiedergeburt, so auch ich. Ziel ist jedoch nicht die Wiedergeburt, sondern den Kreislauf der Wiedergeburten zu beenden, um friedvoll den Zustand der Vollkommenheit (Nirwana) zu erreichen.

Das Nirwana ist für Hindus und Buddhisten ein Zustand der Vollkommenheit, das Paradies. In ihm gibt es kein Gut und kein Böse, keine Trauer, keine Wut, kein Leid, aber auch kein Glück und keine Liebe, die das Herz höher hüpfen lässt. Die Seele befindet sich völlig im Gleichgewicht. Sie ist von allen Gedanken und Gefühlen befreit und damit auch von der ewigen Wiedergeburt.

Viele Buddhisten wünschen sich nichts sehnlicher, als das Nirwana zu erreichen. Sie sehen im Leben vor allem das große Leid, das sie mit jeder Wiedergeburt aufs Neue ertragen müssen. Buddhisten glauben, dass nur die Erkenntnis aller Dinge sie vom Leid befreien und sie ins Nirwana führen kann. Der richtige Weg zur Erleuchtung ist für sie der „Edle achtfache Pfad“. Aber auch er ist mühsam und oft unvorstellbar lang, denn nach dem Glauben der Buddhisten kann ein Mensch bis zu 500 Mal wiedergeboren werden.

Da ich mit Sicherheit das Nirwana noch nicht erreichen werde, ist mir klar. Dazu reichen meine Taten noch nicht aus. Und deshalb freue ich mich auf meine Wiedergeburt, damit ich weiterhin an mich arbeiten kann. Das Leben ist zwar anstrengend, aber auch spannend. Und die Aussicht im nächsten Leben einiges besser machen zu können, macht Mut.

All diese Gedanken lösen in mir eine Freude auf. Ich habe keine Angst vor dem Tod, da ich ja wiederkommen werde. Sicher, es ist traurig liebe Mitmenschen zunächst verlassen zu müssen. Doch wer weiß, vielleicht sehe ich ja einige irgendwann mal wieder. Auch das macht mir Mut. Deshalb freue ich mich auf das nächste Leben!

Ganz liebe Grüße sagt Euch allen Harald A.

 

Wo gehe ich hin wenn ich tot bin?

Ja, wo gehe ich hin, wenn ich tot bin? Hat sich schon jemand diese Frage gestellt? Ich ja.

Schon sehr lange beschäftigen mich die Fragen nach dem Leben und den Tod. Wo war ich vor meiner Geburt? Wo werde ich nach meinem Tod sein? Werde ich wiederkommen? War das alles? All diese Fragen sind meiner Meinung nach äußerst wichtig, um am Ende des Lebens einen Sinn gefunden zu haben.

Wer den Sinn in seinem Leben nicht gefunden hat, kann den Tod nicht akzeptieren. Und wer den Tod nicht akzeptiert, wird es schwer haben, das Sterben und den Tod anzunehmen. Ich möchte den Tod annehmen und setze mich daher mit diesen Themen auseinander. Ich frage mich sehr oft, wo ich vor meiner Geburt war und wo ich nach meinem Tod hingehe.

Da ich an die Wiedergeburt glaube, ist es für mich tröstlich zu wissen, dass es nach meinem jetzigen Leben weitergeht.

Irgendwann werde ich wiedergeboren und ich kann nur hoffen, dass dies eine für mich positive Wiedergeburt sein wird. Sicher, die Buddhisten möchten nicht wiedergeboren werden. Sie streben das Nirwana an. Doch so weit möchte ich nicht denken. Mir reicht es, wenn mein „neues“ Leben eine positive Richtung einschlägt.

Damit stellt sich für mich nicht die Frage, wo ich hingehen werde, wenn ich tot bin. Ich werde in einen anderen Körper überwechseln, werde also mein „Wohnzimmer“ verlassen und in ein neues Heim einziehen. Irgendwie bin ich darauf schon jetzt gespannt. Leider werde ich es vorher nicht erfahren und in meinem neuen Leben werde ich mich auch nicht an mein altes erinnern können. Das ist irgendwie schade, aber man kann ja nicht alles haben.

Fazit

Schaut Euch mal meine Internetseite Trauerbegleiter an. Dort gibt es auch eine Seite zur Philosophie. Sehr interessant und hilfreich zugleich.

 

Wenn der Tod auf leisen Sohlen kommt ….. !

Wenn wir über das Sterben, den Tod und die Trauer reden, denken wir zunächst an uns. Wir vergessen jedoch, dass auch der/die Sterbende Ängste aussteht und Angst vor dem Tod hat. Was passiert, wenn der Tod auf leisen Sohlen kommt? Wenn er schleichend in unser „Reich“ eintritt? Was meine ich mit dieser Aussage?

Es gibt Menschen, die sterben langsam. Manchmal vergehen Wochen oder Monate, bis der oder die Kranke erlöst wird. Oftmals höre ich die Aussage: „Da kann man sich doch auf den Tod vorbereiten.“ Und schon wieder stehen hier die Partner/Partnerinnen, die engsten Verwandten, die besten Freunde im Mittelpunkt. Was denkt der oder die Sterbende in dem Moment? Welche Gedanken gehen ihr/ihm durch den Kopf? Um das zu verstehen, muss man mit Sterbenden kurz vor dem Eintritt in die andere Welt reden. Genau zuhören ist hier angesagt.

Sterbende spüren, wann es so weit ist. Wenn der Tod auf leisen Sohlen kommt, ist für Sterbende nicht alles vorbei. Viele denken an

das Himmelreich, an ein Leben in einer anderen Welt. Einige glauben an die Wiedergeburt und wieder andere glauben an gar nichts. Diese Menschen sterben aber nicht unbedingt „schlechter.“ Sie haben nur eine andere Sichtweise der Dinge.

Also, wenn der Tod auf leisen Sohlen kommt, sollten wir vorbereitet sein. Damit ist klar, dass wir uns im jetzigen Leben vielmehr mit diesen Themen auseinandersetzen sollten. Wenn dies gelingt, wird auch die Trauer nicht leise kommen. Wir werden uns arrangieren. Arrangieren mit dem Sterben, dem Tod und der Trauer.

 

Du bist gegangen – meine Liebe bleibt

Der Verlust eines lieben Menschen schmerzt. Wer gestorben ist, ist gegangen und wer zurückbleibt, ist geblieben. Spätestens dann denken Hinterbliebene über das Leben und den Tod nach. Was vorher immer verdrängt wurde, kommt nun zu Vorschein. Das Bewusstsein, dass alles vergänglich ist, tritt in den Vordergrund. Warum erst jetzt? Warum so spät? Weil viele Menschen Angst vor dem Tod haben.

Wer sich schon zu Lebzeiten mit den Themen des Sterbens, des Todes und natürlich auch der Trauer auseinandersetzt, wird es leichter haben, wenn es passiert ist.

Denn jeder von uns wird irgendwann dem Tod ins Auge sehen. Sterbende, die sich schon immer mit diesen brisanten Themen beschäftigt haben, sterben  leichter. Sicher, die Angst ist auch dann vorhanden, jedoch nicht so stark. Die Angst besteht, weil wir ja am Ende nicht wissen, was wirklich kommt.

Hinterbliebene sollten sich immer vor Augen führen, dass Sterbende nicht wollen, dass wir leiden. Sicher, wir trauern und weinen. Doch mit der Zeit empfinden wir glückliche Erinnerungen, die wir nicht missen möchten. Dann können wir auch sagen: „Du bist gegangen, doch meine Liebe bleibt.“

Lasst uns das Leben genießen, denn wir sollten Freude in unser Leben bringen. Nur dann werden wir auch am Ende mit Freude und Dankbarkeit zurückblicken. Zurückblicken auf das, was war. Und dann  werden wir mit einem Lächeln diese Erde verlassen.

Ein Kind ist gestorben – wenn Trauer das Leben zerstört

Nichts ist schlimmer, als den Tod des eigenen Kindes zu erleben. Ich habe zum Glück solch eine Situation noch nicht erlebt. Und ich hoffe, dass ich solche eine Situation nie erleben werde. Doch ich habe einige Menschen begleitet, die solch eine Erfahrung gemacht haben. Diese Menschen berichteten mir, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Kind gestorben ist. Ich konnte das nie nachvollziehen, doch ich habe immer versucht, es zu verstehen.

Ja, Trauer kann ein Leben zerstören. Ganz besonders wenn ein Kind durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Die Eltern machen sich gegenseitig Vorwürfe und jeder ist mit seiner eignen Trauer beschäftigt. Selbst Geschwisterkinder leiden unter dem Verlust und erhalten oftmals keine Unterstützung durch die Eltern.

Das ganze Familienleben gerät aus den Fugen und am Ende ist von einer vorher intakten Familie nichts mehr zu spüren. Wie kann solch ein dramatisches Ende verhindert werden? Kann Trauer eine ganze Familie, ein Leben mehrerer Menschen zerstören? Ja, das ist leider Gottes möglich. Zu verhindern ist es nur, wenn das eigene Ego hinten angestellt wird. Der Partner, die Partnerin, die noch lebenden Kinder müssen sich gegenseitig stützen. Sie müssen aufeinander zugehen und die Trauer gemeinsam austragen. Nur dann kann eine Zerstörung der Familienverhältnisse verhindert werden.

Um den ganzen Schmerz gemeinsam ertragen zu können, ist eine Hilfe von außen zu überdenken. Durch eine qualifizierte Trauerbegleitung kann viel erreicht werden. Wenn sich alle Familienangehörige entschließen eine Trauerbegleitung in Anspruch zu nehmen ist die Chance groß, dass es zu keiner Zerstörung des eignen Lebens kommt. Jeder Einzelne wird profitieren und sein Leben neu ordnen können.

Fazit

Nutzt Euer Leben und trauert nicht Dingen nach, die nicht zu ändern sind. Nehmt Euer Leben in die Hand, damit die Verstorbenen ihren Frieden finden.

Philosophische Gedanken zum Tod und zur Trauer

Die Philosophie, eine meiner liebsten Wissenschaften, stellt viele Fragen. Fragen, die nicht beantwortet werden, aber doch zum Nachdenken anregen. Dies ist der Sinn der Philosophie und dem möchte ich nachgehen.

Einen schönen Satz über sich selbst formulierte einst der schwedische Philosoph Lars Gustafsson: „Ich muss sagen, ich habe nie meine Sterblichkeit bezweifelt.“ Gustafsson war nicht nur Philosoph, er war auch Schriftsteller. Und in seinen Romanen spielte der Tod immer eine zentrale Rolle.

Euer TrauerbegleiterDer Tod sollte ein zentrales Thema in unserem Alltag sein. Doch was passiert? Kaum jemand spricht über dieses Thema, keiner will mit dem Tod etwas zu tun haben. Doch wir alle werden irgendwann unweigerlich mit dem Tod konfrontiert. Deshalb sollten wir uns vorab mit diesem Thema beschäftigen und die Philosophie ist dazu der „richtige Partner.“

Wenn wir über den Tod philosophieren, müssen wir auch über das Leben philosophieren. Waren wir schon mal auf dieser Welt? Wo waren wir vor unserer Geburt? Und was passiert mit uns nach dem Tod? Solche Fragen habe ich mir schon oft gestellt. Und durch solche Fragen kam ich zum Buddhismus. Ich bin davon überzeugt, schon mal gelebt zu haben. Und ich bin ebenfalls von meiner Wiedergeburt überzeugt. Dieser Gedanke nimmt mir die Angst vor dem Tod.

Was wäre das Leben ohne den Tod? Was wäre das Leben ohne Trauer? Wir sind Menschen mit Gefühlen und brauchen das Trauern. Wer nicht trauert, hat ein Gefühlsproblem, oder? All diese Ansätze sind nur kurze Gedankengänge, die jedoch sehr vielschichtig sind.

Lasst uns das Leben genießen, damit wir das Sterben erfahren, um im Tod auf die Wiedergeburt zu warten. Das macht doch Hoffnung, oder?

 

Der Tod ist nicht planbar

Unser Leben ist total durchorganisiert. Schlafen, Aufstehen, Arbeit, Freizeitgestaltung, alles läuft nach einem festen Zeitplan ab. Selbst die Freizeitgestaltung verläuft nicht nach Lust und Laune. Training im Sportverein, Kinder zum Ballettunterricht bringen und alle weiteren Termine in der Freizeit laufen nach einem festen Zeitplan ab. Da passt der Tod natürlich nicht hinein, er hat da keinen Platz. Doch der Tod ist nicht planbar. Das mussten schon sehr viele Menschen erkennen und trotzdem wird er verdrängt.

In einem Punkt wird er jedoch nicht vollkommen verdrängt, beim Abschluss einer Lebensversicherung zum Beispiel. Wir denken also an den Tod, doch nur ganz kurz, um ihn dann wieder zu verdrängen. Doch was passiert, wenn ein lieber Mensch urplötzlich ums Leben kommt? Ein Verkehrsunfall, eine Gewalttat (Mord), ein plötzlicher Herztod, all dies sind Ereignisse, die nicht vorhersehbar sind und somit auch nicht planbar. Die Trauer hat begonnen, da das Unvorstellbare eingetreten ist. Die Hinterbliebenen erstarren, stehen unter Schock.

Wenn solch ein Verlust eingetreten ist, kann eine komplizierte Trauer auftreten. Kompliziert, weil der Tod nicht eingeplant war. Und nun? Wer hilft, wie soll dieser Verlust verarbeitet werden? Familienangehörige, Freunde, Verwandte und Bekannte gehen oftmals sehr schnell zur Tagesordnung über. Dann steht der/die Trauernde mit dem Schmerz alleine da. Es ist jedoch wichtig über das Sterben, den Tod und auch über die Trauer zu reden. Ein Ansprechpartner wird gebraucht. In solchen Situationen kann ein qualifizierter Trauerbegleiter eine hilfreiche Lösung sein.

Denn ich sage immer: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Weine nicht, denn ich bin bei Dir

In diesem Beitrag möchte ich mal die Sichtweise eines Sterbenden betrachten. Als Sterbe- und Trauerbegleiter habe ich auch viele sterbende Menschen begleitet. Es ist mir teilweise bekannt, wie Sterbende über den eigenen Tod denken und was sie sich nach dem Tod wünschen.

Sterbende können es nicht ertragen, wenn Angehörige oder liebe Freunde am Sterbebett weinen. Das macht sie mutlos und traurig. Nun kommt es natürlich darauf an, wie alt der Sterbende ist. Ein junger Familienvater hat es da mit Sicherheit schwerer als ein 90-jähriger Mensch, der ein erfülltes und sinnvolles Leben hinter sich hat. Doch auch die Senioren/Seniorinnen verspüren Angst. Die Angst entsteht, weil man nicht weiß, wohin die Reise geht.

Aus dieser Sicht sollten Menschen, die einen Sterbenden begleiten versuchen, „Haltung“ zu wahren. Das hört sich irgendwie komisch an. Ich meine damit, dass nach Möglichkeit nicht allzu sehr die Traurigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden sollte. Frühere Erlebnisse noch einmal hervorholen, um zusammen zu lachen. Dies bereitet Sterbenden oftmals eine große Freude. Sie werden dann weinen, wenn Ihr das Sterbebett verlassen habt. Und das ist gut so.

Werdet Euch immer wieder bewusst, dass das Sterben zum Leben gehört. Der oder die Sterbende wird am Ende sagen: „Weine nicht, denn ich bin bei Dir.“ Erfüllt Euren Liebsten diesen Wunsch. Sie können dann unbeschwerter und eventuell mit etwas weniger Angst in die andere Welt übertreten.