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Meine Leben vor meinem Leben

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind meine Gedanken zum jetzigen Leben. Habe ich schon einmal gelebt? Oder sogar schon öfters? Was war vor meinem jetzigen Leben? Wo komme ich her und wo gehe ich hin? All dies sind Fragen, die mich schon seit Jahrzehnten begleiten. Doch Antworten auf diese Fragen habe ich nie erhalten und werde sie auch nicht erhalten. Somit muss ich mir mein eigenes Weltbild machen, um mit dem jetzigen Leben abschließen zu können. Ja richtig, Ihr habt richtig gelesen, ich möchte einen Abschluss finden. Einen Abschluss zu dem Hier und Jetzt, um mich auf das nächste Leben freuen zu können.

Ich denke, dass der Glaube an die Wiedergeburt ein sehr guter Glaube ist. Durch die buddhistische Philosophie finde ich einen Sinn in meinem Leben. Dieses Leben ist nur eine Zwischenstation. Eine Zwischenstation zu den weiteren Leben, die mir noch bevorstehen. Denn ich glaube nicht, dass ich ins Nirwana übergehen kann. Dazu habe ich zu viele „Sünden“ begangen.

Wer hatte nicht schon mal das Gefühl, gelebt zu haben? Eine fremde Person kommt einem bekannt vor oder ein völlig fremder Ort (im Urlaub zum Beispiel) vermittelt einem das Gefühl, schon mal da gewesen zu sein. Solche Erlebnisse sind schon vielfach vorgekommen und auch ich habe das Gefühl schon mal gelebt zu haben. Wie dem auch sei. Wer an die Wiedergeburt glaubt, kann es im Sterbeprozess leichter haben.

Mein jetziges Leben ist ein weiterer Prüfstein zu meinen weiteren Leben. Dadurch habe ich die Chance im nächsten Leben einiges gut zu machen, was in diesem Leben nicht so gut lief.

 

Ich freue mich auf das nächste Leben

Die Aussage „Ich freue mich auf das nächste Leben“ gilt nicht für jeden. Buddhisten glauben an die Wiedergeburt, so auch ich. Ziel ist jedoch nicht die Wiedergeburt, sondern den Kreislauf der Wiedergeburten zu beenden, um friedvoll den Zustand der Vollkommenheit (Nirwana) zu erreichen.

Das Nirwana ist für Hindus und Buddhisten ein Zustand der Vollkommenheit, das Paradies. In ihm gibt es kein Gut und kein Böse, keine Trauer, keine Wut, kein Leid, aber auch kein Glück und keine Liebe, die das Herz höher hüpfen lässt. Die Seele befindet sich völlig im Gleichgewicht. Sie ist von allen Gedanken und Gefühlen befreit und damit auch von der ewigen Wiedergeburt.

Viele Buddhisten wünschen sich nichts sehnlicher, als das Nirwana zu erreichen. Sie sehen im Leben vor allem das große Leid, das sie mit jeder Wiedergeburt aufs Neue ertragen müssen. Buddhisten glauben, dass nur die Erkenntnis aller Dinge sie vom Leid befreien und sie ins Nirwana führen kann. Der richtige Weg zur Erleuchtung ist für sie der „Edle achtfache Pfad“. Aber auch er ist mühsam und oft unvorstellbar lang, denn nach dem Glauben der Buddhisten kann ein Mensch bis zu 500 Mal wiedergeboren werden.

Da ich mit Sicherheit das Nirwana noch nicht erreichen werde, ist mir klar. Dazu reichen meine Taten noch nicht aus. Und deshalb freue ich mich auf meine Wiedergeburt, damit ich weiterhin an mich arbeiten kann. Das Leben ist zwar anstrengend, aber auch spannend. Und die Aussicht im nächsten Leben einiges besser machen zu können, macht Mut.

All diese Gedanken lösen in mir eine Freude auf. Ich habe keine Angst vor dem Tod, da ich ja wiederkommen werde. Sicher, es ist traurig liebe Mitmenschen zunächst verlassen zu müssen. Doch wer weiß, vielleicht sehe ich ja einige irgendwann mal wieder. Auch das macht mir Mut. Deshalb freue ich mich auf das nächste Leben!

Ganz liebe Grüße sagt Euch allen Harald A.

 

Wo gehe ich hin wenn ich tot bin?

Ja, wo gehe ich hin, wenn ich tot bin? Hat sich schon jemand diese Frage gestellt? Ich ja.

Schon sehr lange beschäftigen mich die Fragen nach dem Leben und den Tod. Wo war ich vor meiner Geburt? Wo werde ich nach meinem Tod sein? Werde ich wiederkommen? War das alles? All diese Fragen sind meiner Meinung nach äußerst wichtig, um am Ende des Lebens einen Sinn gefunden zu haben.

Wer den Sinn in seinem Leben nicht gefunden hat, kann den Tod nicht akzeptieren. Und wer den Tod nicht akzeptiert, wird es schwer haben, das Sterben und den Tod anzunehmen. Ich möchte den Tod annehmen und setze mich daher mit diesen Themen auseinander. Ich frage mich sehr oft, wo ich vor meiner Geburt war und wo ich nach meinem Tod hingehe.

Da ich an die Wiedergeburt glaube, ist es für mich tröstlich zu wissen, dass es nach meinem jetzigen Leben weitergeht.

Irgendwann werde ich wiedergeboren und ich kann nur hoffen, dass dies eine für mich positive Wiedergeburt sein wird. Sicher, die Buddhisten möchten nicht wiedergeboren werden. Sie streben das Nirwana an. Doch so weit möchte ich nicht denken. Mir reicht es, wenn mein „neues“ Leben eine positive Richtung einschlägt.

Damit stellt sich für mich nicht die Frage, wo ich hingehen werde, wenn ich tot bin. Ich werde in einen anderen Körper überwechseln, werde also mein „Wohnzimmer“ verlassen und in ein neues Heim einziehen. Irgendwie bin ich darauf schon jetzt gespannt. Leider werde ich es vorher nicht erfahren und in meinem neuen Leben werde ich mich auch nicht an mein altes erinnern können. Das ist irgendwie schade, aber man kann ja nicht alles haben.

Fazit

Schaut Euch mal meine Internetseite Trauerbegleiter an. Dort gibt es auch eine Seite zur Philosophie. Sehr interessant und hilfreich zugleich.