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Der Tod ist nicht planbar

Unser Leben ist total durchorganisiert. Schlafen, Aufstehen, Arbeit, Freizeitgestaltung, alles läuft nach einem festen Zeitplan ab. Selbst die Freizeitgestaltung verläuft nicht nach Lust und Laune. Training im Sportverein, Kinder zum Ballettunterricht bringen und alle weiteren Termine in der Freizeit laufen nach einem festen Zeitplan ab. Da passt der Tod natürlich nicht hinein, er hat da keinen Platz. Doch der Tod ist nicht planbar. Das mussten schon sehr viele Menschen erkennen und trotzdem wird er verdrängt.

In einem Punkt wird er jedoch nicht vollkommen verdrängt, beim Abschluss einer Lebensversicherung zum Beispiel. Wir denken also an den Tod, doch nur ganz kurz, um ihn dann wieder zu verdrängen. Doch was passiert, wenn ein lieber Mensch urplötzlich ums Leben kommt? Ein Verkehrsunfall, eine Gewalttat (Mord), ein plötzlicher Herztod, all dies sind Ereignisse, die nicht vorhersehbar sind und somit auch nicht planbar. Die Trauer hat begonnen, da das Unvorstellbare eingetreten ist. Die Hinterbliebenen erstarren, stehen unter Schock.

Wenn solch ein Verlust eingetreten ist, kann eine komplizierte Trauer auftreten. Kompliziert, weil der Tod nicht eingeplant war. Und nun? Wer hilft, wie soll dieser Verlust verarbeitet werden? Familienangehörige, Freunde, Verwandte und Bekannte gehen oftmals sehr schnell zur Tagesordnung über. Dann steht der/die Trauernde mit dem Schmerz alleine da. Es ist jedoch wichtig über das Sterben, den Tod und auch über die Trauer zu reden. Ein Ansprechpartner wird gebraucht. In solchen Situationen kann ein qualifizierter Trauerbegleiter eine hilfreiche Lösung sein.

Denn ich sage immer: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.