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Trauer bewältigen durch einen Friedhofsbesuch

Der Besuch auf einem Friedhof kann eine sehr gute Trauerbewältigungsstrategie sein. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass der Gang zum Friedhof Trauer erleichtern kann. Doch immer weniger Menschen gehen zum Friedhof. Besonders nach einer Beisetzung wird dieser Ort kaum noch besucht. Vielleicht einmal im Jahr, wie Totensonntag, stürmen die Menschen zum Friedhof, um ihr schlechtes Gewissen zu erleichtern. Okay, ich gehöre auch nicht zu den Friedhofsgängern. Trotzdem glaube ich, dass es für viele Menschen eine Erleichterung sein kann, den Friedhof aufzusuchen.

Der Friedhof ist ein ganz besonderer Ort. Ein Ort der Stille und Besinnung. Hier kann noch einmal sehr intensiv an die/den Verstorbene/n gedacht werden. Eine Rückblende über das

gemeinsame Leben macht zwar sehr traurige, doch es wird am Ende eine Erleichterung sein. Kinder zum Beispiel haben keine Berührungsängste. Sie leben in ihrer eigenen Welt und nehmen Kontakt zur/zum Verstorbenen auf.

Lasst Euch von Kindern inspirieren und nehmt sie mit auf den Friedhof. Sie werden Euch zeigen, wie mit Trauer gesund umgegangen wird. Der Friedhof ist nämlich nicht so grauenhaft, wie viele denken. Der Friedhof ist eine Gedenkstätte und kann, ich wiederhole mich, eine sehr gute Trauerbewältigungsstrategie sein.

Wer bisher kaum oder fast nie einen Bekannten, Verwandten oder lieben Menschen auf dem Friedhof besucht hat, sollte dies jetzt tun. Ihr werdet am Ende eine Erleichterung spüren. In einer Trauerbegleitung sind solche Strategien sehr hilfreich. Dies habe ich in meinen Begleitungen immer wieder erfahren. Probiert es einfach mal aus und ich würde mich freuen eine Rückmeldung von Euch zu erhalten.