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Die klientenzentrierte Gesprächsführung – ein brauchbares Mittel in der Trauerbegleitung

Klientenzentrierte Gesprächsführung, was ist das genau? Die klientenzentrierte Gesprächsführung ist eine Therapieform, die von Psychologen und Psychotherapeuten angewandt wird. Sie wird auch Gesprächstherapie oder personenzentrierte Gesprächstherapie genannt.

Auch in der Trauerbegleitung kann diese Therapieform sehr hilfreich sein. Viele Trauerbegleiter, so auch ich, wenden diese Gesprächsführung an, da sie ein brauchbares Mittel in der Bewältigung von Verlusten darstellt.

Mit den Klienten eine personenzentrierte Gesprächsführung durchführen, ist nicht nur für Trauernde hilfreich. Auch Trauerbegleiter haben so die Möglichkeit sehr intensiv in das Seelenleben der Trauernden einzutauchen.

Bei dieser Art der Psychotherapie wird die angeborene Selbstverwirklichung genutzt, um eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit zu erreichen .  Der Trauerbegleiter/Therapeut muss drei Dinge in der Beziehung zum Klienten/Trauernden berücksichtigen. Diese sind:

  • die bedingungslose Wertschätzung gegen den Klienten/Trauernden
  • emphatisches Verhalten gegenüber dem Klienten/Trauernden
  • die authentische Kommunikation mit dem Klienten/Trauernden.

Nur wenn diese drei Elemente konsequent eingehalten und durchgeführt werden, kann der/die Trauernde von dieser Art der Gesprächsführung profitieren. Daher ist aus meiner Sicht die klientenzentrierte Gesprächsführung mehr als nur ein brauchbares Mittel in der Trauerbegleitung.

Weitere Informationen über eine sinnvolle Trauerbegleitung findet Ihr auch auf meiner Internetseite.  Schaut einfach mal rein und informiert Euch über die verschiedenen Angebote meiner mobilen Trauerbegleitung.

Chronische Trauer ist pathologisch

Trauer ist ein normaler Zustand, der nach einer gewissen Zeit immer mehr abnimmt. Wer jedoch über einen sehr langen Zeitraum keine Fortschritte in der Trauerverarbeitung erlebt, läuft Gefahr krank zu werden. Die Trauer wird chronisch und Mediziner sprechen dann von einer pathologischen Trauer. Wie äußerst sich der Beginn der pathologischen Trauer? Die verlängerte Trauerstörung umfasst Symptome wie:

  • eine dauerhafte Sehnsucht nach dem/der Verstorbenen und dem dazugehörigen Schmerz,
  • Schwierigkeiten, den Verlust zu akzeptieren,
  • ein Gefühl der Sinnlosigkeit und
  • Schwierigkeiten, sich mit (neuen) Aktivitäten zu beschäftigen.

Wenn einer dieser Symptome nach einer längeren Zeit auftritt, sollte Hilfe in Anspruch genommen werden. Da Trauernde dies Selbst jedoch nicht wahrhaben wollen, oder nicht in der Lage sind, den ganzen Prozess zu durchschauen, müssen Angehörige und liebe Freunde die Trauerbegleitung forcieren. Doch wie soll da vorgegangen werden?

Zunächst sollte über eine qualifizierte Trauerbegleitung nachgedacht werden. Eine mobile Trauerbegleitung ist hier ein

großer Vorteil, da der Trauerbegleiter die/den Trauernde/n zu Hause besucht und dort die Begleitung in Einzelgesprächen durchführen wird. Mit solch einer qualifizierten Trauerbegleitung kann eine pathologische Trauer verhindert werden. Vorab kann dies auch mit dem Hausarzt oder einem entsprechenden Facharzt besprochen werden.

Nutzt eine qualifizierte Trauerbegleitung, damit aus einer normalen Trauer keine pathologische oder chronische Trauer wird. Ich mache hier zwischen beiden Trauerarten noch einen Unterschied.

Meine Meinung: Die pathologische Trauer kann behandelt werden, bei der chronischen Trauer wird es schon schwieriger. Chronisch heißt dauerhaft und ist kaum noch zu behandeln. Und wenn, dann nur über einen sehr langen Zeitraum. Doch dazu haben chronisch Trauernde oftmals keine Kraft mehr.

 

Der Tod ist ein Geschäft – die Trauer auch?

Der Tod ist für viele Menschen eine gute Einnahmequelle. Denken wir hier nur mal an Bestattungsunternehmen, Kirchen, Städte und Gemeinden, Trauerredner und noch einige mehr, die vom Tod eines Menschen profitieren.

Bei der Trauer sieht es jedoch schon wieder etwas anders aus. Die Begleitung trauernder Menschen wird oftmals ehrenamtlich durchgeführt.  Bestattungsunternehmen,  Hospizdienste oder kirchliche Einrichtungen bieten eine Trauerbegleitung an.

Doch nicht alle Trauerbegleiter sind kostenlos. Freiberufliche und selbstständige Trauerbegleiter verlangen ein Honorar, dass sich nicht jede/r Trauernde leisten kann. Damit ist nicht nur der Tod, sondern auch die Trauer zu einem Geschäft geworden. Ist das Geschäft mit Trauernden noch human? Hier können wir geteilter Meinung sein. Ich selbst bin  freiberuflicher Trauerbegleiter und verlange ebenfalls ein Honorar. Bin ich nun inhuman? Mit Sicherheit nicht. Qualifizierte und fachlich versierte Trauerbegleiter müssen sich auf ihre Aufgabe sehr gut vorbereiten. Individuelle Trauerbegleitung nimmt viel Zeit in Anspruch. Ich führe zum Beispiel ein kostenloses Erstgespräch und erhebe eine Anamnese. Danach erstelle ich ein individuelles Konzept, um die passende Therapieform zu finden.

Sicherlich ist die professionelle Trauerbegleitung ein  Geschäft. Doch qualifizierte Trauerbegleiter, die nicht unbedingt auf das Honorar angewiesen sind, sind ihr Geld wert. Denn ein Trauerbegleiter, der seine Trauernden zu Hause besucht, so wie ich es tue, um mit ihnen eine qualifizierte Begleitung durchzuführen, ist sein Geld wert. Selbst Ärzte und Psychotherapeuten die Trauernde begleiten erhalten ein Honorar. Somit ist nicht nur der Tod ein Geschäft, oder?

Fazit

Diskussionen über dieses Thema sind erwünscht und ich hoffe, dass sich viele Leserinnen und Leser über dieses Thema Gedanken machen.

 

 

 

Wenn Ängste und Panikattacken das Leben bestimmen

In meiner langjährigen beruflichen Laufbahn habe ich sehr viele Menschen kennengelernt, die an Ängsten und Panikattacken litten. Was haben Ängste und Panikattacken auf einem Trauerblog zu suchen? Angststörungen und Panikattacken gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Viele Menschen, die einen tragischen Verlust erlitten haben, entwickeln oftmals Symptome einer Angst- und Panikstörung.

Was ist nun in solchen Fällen zu tun? Wie können Trauernde diese Symptome loswerden? Es ist ganz wichtig zu wissen, dass Ängste und Panik meist ihre Ursache in der frühen Kindheit haben. Durch den Verlust eines lieben Menschen können Ängste und Panikattacken entstehen, die das Leben dann weitestgehend bestimmen. Wenn ärztlicherseits keine andere Ursache festgestellt wird, sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, ob eine Trauerbegleitung hier hilfreich sein kann. Oftmals verschwinden die Ängste/Panikattacken, wenn bewusst gemacht wird, dass diese Symptome aufgrund der Trauer vorliegen.

Als qualifizierter Trauerbegleiter arbeite ich in solchen Fällen mit der kognitiven Verhaltenstherapie. Diese Therapieform wird auch bei Depressionen eingesetzt. Und das nach einem schweren Verlust auch eine Depression auftreten kann, ist bekannt. Wer seine Symptome richtig einordnet, kann diese auch folgerichtig bearbeiten und verarbeiten. Am erfolgreichsten geschieht dies mit einer entsprechenden therapeutischen Begleitung oder aber mit einer qualifizierten Trauerbegleitung.

Meiner Meinung nach wird eine Trauerbegleitung nur selten genutzt. Das finde ich schade, da mit einer qualifizierten Trauerbegleitung der Verlust gesünder und vor allem schneller verarbeitet werden kann.

Warum hast Du mich verlassen?

Warum hast Du mich verlassen, oder wie soll ich ohne Dich weiterleben? Diese Fragen beschäftigt Trauernde immer wieder, wenn ein lieber Mensch gegangen ist. Eine Antwort auf diese Fragen werden wir nicht erhalten. Als Trauerbegleiter habe ich diese Sätze schon mehrfach gehört und ich kann dann auch immer nur sagen: „Ich weiß es auch nicht, doch wir werden all diesen Fragen auf den Grund gehen.“

Besonders ältere Menschen leiden sehr stark, wenn der Partner oder Partnerin verstorben ist. Denkt hierbei nur mal an Eheleute die 50, 60 oder noch mehr Jahre zusammen waren. Eine weitere Gruppe, die diese Fragen immer wieder stellen, sind Trauernde die einen lieben Menschen durch Suizid verloren haben. Die quälenden Gedanken nehmen kein Ende und der Schmerz ist unfassbar groß. Weiterhin stehen trauernde Eltern, die ihr Kind verloren haben vor einer für sie unlösbaren Aufgabe. Es gibt noch weitere Beispiele, die ich hier jedoch nicht weiter ausführen möchten. Die sich immer wieder stellende Frage „Warum hast Du mich verlassen“ bleibt unbeantwortet.

Wir können diese Fragen jedoch in eine andere Richtung lenken. Hierbei muss sehr individuell vorgegangen werden und eine vorgegebene Richtschnur gibt es nicht. Wichtig ist, dass versucht wird, der ganzen Sache einen „Sinn“ zu geben.  Wenn das überhaupt geht. Ich bin jedoch der Meinung, dass alles seinen Sinn hat. Selbst die Sinnlosigkeit hat seinen Sinn. Doch dies wird jetzt zu philosophisch. Vielleicht gibt es ja demnächst mal einen Beitrag über den Sinn der Sinnlosigkeit.

Aus diesen Fragestellungen heraus können wir feststellen, wie wichtig eine qualifizierte Trauerbegleitung sein kann. Solche Fragen kann nicht der Nachbar von nebenan beantworten. Und ein Psychologe oder Psychiater ist auch nicht auf der Stelle greifbar (Termine dauern meist mehrere Monate), sodass ein Trauerbegleiter für viele Menschen eine große Hilfestellung sein kann.

In diesem Beitrag habe ich die Fragen auch nicht beantwortet. Doch dies ist ja auch nicht der Sinn eines Trauerblogs. Mein Trauerblog soll zum Nachdenken anregen und vielleicht doch die eine oder andere Hilfestellung leisten können. Das hoffe ich stark. Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Das Trauern beginnt vor dem Tod

Liebe Bloggerinnen und Blogger, liebe Besucher! In diesem Beitrag möchte ich als Trauerbegleiter mal auf das Sterben eingehen. Denn das Sterben beginnt vor dem Tod und damit beginnt auch die Trauer.

Es gibt viele Menschen, die nicht unerwartet und plötzlich sterben. Denken wir hier nur mal an eine schwere Erkrankung, die das Leiden hinauszögert, bis der Tod eintritt. Partnerinnen und Partner, Verwandte und Freunde beginnen bereits zu trauern, wenn der Tod noch nicht eingetreten ist. Diese Trauer beginnt also vor dem Tod und hat jedoch einen völlig anderen Charakter.

Doch worin besteht der Unterschied bei einer Trauer vor und bei einer Trauer nach dem Tod? Wenn ein geliebter Mensch im Sterben liegt, dann gibt es immer noch Hoffnung. Der Tod wird verdrängt und wir alle kennen die Sprüche: „Das wird schon wieder, Du schaffst das.“ Oder: „Kopf hoch, Du bist stark!“ All dies sind verständliche Aussagen. Sie bezeugen aber auch, dass der Tod in unserer Gesellschaft nicht willkommen ist. Doch es nützt nichts, der Tod kommt für jeden, früher oder später.

Liegt ein geliebter Mensch im Sterben, beginnt die Trauer. Doch nicht nur Angehörige und Freunde trauern, auch der Sterbende befindet sich in einer Trauerphase. Die amerikanische Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross, die in der Schweiz geboren wurde, entwickelte das Modell der fünf Sterbephasen. Hieraus leiteten sich dann die Trauerphasen ab. Beide Modelle, Sterbe- und Trauerphasen, werden jedoch von einigen Sterbe- und Trauerforschern in Zweifel gezogen.

Auch ich habe in meinen Aus- und Fortbildungen die Sterbe- und Trauerphasen kennengelernt. Wie jedoch so vieles im Leben, so sollten auch diese Erkenntnisse nicht unbedingt übernommen werden. Trauer ist ein individueller Vorgang, der nicht in irgendwelche Phasen einzuordnen ist. Jeder Mensch hat seine eigene Trauer, so wieder jeder sein eigenes Sterben erlebt. Es gibt keine allgemeingültigen Regeln und das ist gut so!

Ist ein Trauerbegleiter sein Geld wert?

Trauerbegleitung ist eine Dienstleistung und nicht kostenlos zu haben. Beerdigungsinstitute verlangen auch Geld, denn der Tod kostet nicht nur das Leben, der Tod kostet auch Geld. Doch wie sieht es mit einer Trauerbegleitung aus? Es gibt viele Menschen, die einen Trauerbegleiter benötigen, sich diesen jedoch nicht leisten können. Was dann?

Trauerbegleitung als Dienstleistung

Wer auf der Suche nach einem Trauerbegleiter ist, hat die Qual der Wahl. Denn im Internet gibt es zahlreiche Angebote. Wer den Suchbegriff Trauerbegleiter in Google eingibt, erhält mehr als 94.500 Suchergebnisse.

So, wie soll nun ein Trauernder in einer akuten Phase den Trauerbegleiter finden, der zu ihm passt? Es ist nahezu fast unmöglich, hier einen entsprechenden und qualifizierten Trauerbegleiter zu finden. Warum ist das so? Weil viele Internetseiten optisch sehr schön und verlockend aufgebaut sind und wunderschöne Inhalte liefern. Doch was steckt dahinter?

Mein Rat bei der Suche nach einem Trauerbegleiter

Wer im Netz einen Trauerbegleiter anklickt, sollte zunächst dessen Biographie lesen. Doch der Lebensweg sagt noch lange nicht alles aus. Ausbildungen zum Trauerbegleiter kosten viel Geld und jeder, aber auch wirklich jeder, kann solch eine Ausbildung absolvieren und sich dann als qualifizierter Trauerbegleiter im Netz präsentieren. Schaut auf der Internetseite des Trauerbegleiters unter Honorar. Gibt es solch einen Button, der angeklickt werden kann? Wenn nicht, dann werdet stutzig. Ein qualifizierter Trauerbegleiter wird sein Honorar offenlegen. Der Besucher der Seite sollte das Honorar leicht finden können.

Honorar und Leistung müssen im Einklang sein

Wenn die Honorarvereinbarung gefunden wurde, stellt sich die Frage wie hoch das Honorar ist. Mein Tipp: Eine Einzelstunde über 60 Minuten sollte zwischen 50,00 € und 75,00 € kosten und eine Erstberatung sollte auf jeden Fall kostenlos sein. Sinnvoll ist es, den Trauerbegleiter oder die Trauerbegleiterin vorher anzurufen, um finanzielle Details zu klären. Ein qualifizierter und kompetenter Trauerbegleiter wird telefonisch alles Abklären und ganz klar sagen, was die ganze Sache kostet.

Fazit

Zum Schluss möchte ich noch festhalten, dass ich selbst als Trauerbegleiter tätig bin und weiß, wovon ich spreche. Ich übe diese Tätigkeit nebenberuflich aus. Die Tätigkeit als Trauerbegleiter ist also nicht meine Haupteinnahmequelle und ich bin nicht auf irgendwelche Klienten angewiesen. Wer also auf der Suche nach einer kompetenten Trauerbegleitung ist, sollte genau recherchieren.

Meine Trauer – Mein Trauerbegleiter

Wenn der Tod seinen Einzug gehalten hat, beginnt für viele Menschen ein neuer Zeitabschnitt. Besonders direkt Betroffene spüren ein verändertes Leben. Sie haben das Gefühl die Erde steht still und damit steht auch das Leben still.

Als mobiler Trauerbegleiter und therapeutischer Mitarbeiter in einem psychiatrischen Krankenhaus habe ich viele Menschen kennengelernt, die direkt nach dem Verlust kein Leben mehr in sich spürten. Manchmal ist es so, dass diese Menschen neu laufen lernen müssen. Sie müssen ihr Leben verändern, um wieder Freude zu spüren. Sie müssen einen Sinn finden, der oftmals nicht alleine zu finden ist. Ein qualifizierter Trauerbegleiter kann hier eine echte Hilfestellung leisten.

Nun bieten aber im Internet zahlreiche Trauerbegleiter ihre Dienste an. Hier sollten interessierte Menschen doch sehr genau recherchieren. Wie in allen Bereichen so gibt es auch unter den Trauerbegleitern Anbieter, die vorrangig Geld verdienen wollen. Sicher ist eine Trauerbegleitung nicht kostenlos zu haben. Doch horrende Honorare sollten aufschrecken lassen.

Doch welches Honorar ist akzeptabel? Als Richtschnur empfehle ich einen Stundensatz zwischen 50,00 und 75,00 Euro für ein 60-minütiges Einzelgespräch. Es ist jedoch nicht nur das Honorar maßgebend. Auch die Qualifikation des entsprechenden Trauerbegleiters sollte unter die Lupe genommen werden. Bedenkt immer, dass ein Trauerbegleiter eine vertrauenswürdige Person muss. Denn einem Trauerbegleiter werden sehr intime Sachen anvertraut.

Meine Reise ins Leben

Nach einem schwerwiegenden Verlust scheint das Leben stillzustehen. Nichts ist mehr wie früher und nichts wird mehr wie früher sein. Doch irgendwann wird es wieder ein Leben geben. Kurz nach dem Verlust beginnt die Reise, die Reise ins Leben. Was meine ich damit?

Das Leben steht nicht still und somit wird auch die Trauer nicht stillstehen. Ich muss nur versuchen meine Trauer anzunehmen, mich ihr zu stellen. Es stellt sich dann meist die Frage: „Wie mache ich das?“ Wer mit seinem Verlust alleine nicht fertig wird, wer keinen Ansprechpartner hat, sollte mal über eine individuelle Trauerbegleitung nachdenken. Eine Trauerbegleitung kann eine echte Hilfestellung sein.

Qualifizierte Trauerbegleiter wenden oftmals die kognitive Verhaltenstherapie an. Hier werden negative Denk- und Verhaltensmuster in positive umgewandelt. Dies ist ein langer und nicht einfacher Weg. Doch gerade in der Trauerarbeit hat sich dieses Verfahren bewährt. In meiner neben- und hauptberuflichen Tätigkeit wende ich dieses Verfahren ebenfalls an. Verschiedene Problemlöse-Strategien helfen Trauernde einen völlig neuen Gedankengang zu entwickeln, sie lernen, eine völlig andere Sichtweise zu entwickeln.

Die kognitive Verhaltenstherapie hilft vor allem bei:

  • Angst- und Panikattacken
  • Depressionen
  • Trauer
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Schlafprobleme
  • Stressbekämpfung

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt, bei der die kognitive Verhaltenstherapie angewandt wird. Die Reise ins Leben beginnt, wenn Trauernde sich der Trauer stellen, sie bearbeiten und bereit sind einen völlig neuen Weg einzuschlagen.

 

Wenn der Tod ganz plötzlich kommt

Besonders tragisch für Hinterbliebene ist, wenn der Tod eines lieben Menschen plötzlich und unerwartet kommt. Dies ist bei einem Unfall, einem Suizid oder einem plötzlichen Herztod so. Wenn der Verstorbene dann auch noch sehr jung war, ist der Verlust besonders schwer zu ertragen.

Morgens aus dem Haus und am Abend tot. Was für ein Schicksalsschlag. Wie soll ein Mensch nach solch einem tragischen Ereignis damit umgehen? In all diesen Fällen kann es zu einer komplizierten Trauerreaktion kommen. Solch eine komplizierte Trauer benötigt eine spezielle Trauerbegleitung.

Von einer kompliziere Trauerreaktion kann gesprochen werden, wenn der natürliche Trauerprozess erschwert wird. Das heißt, dass Trauernde lange Zeit, manchmal über Jahre hinweg, in ihrer Trauer verharren. Es gibt keinen Lichtblick und solch eine Trauerreaktion kann krank machen. Psychische, aber auch körperliche Beschwerden, wie Schlaflosigkeit, Ängste, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Herzbeschwerden und Magen- und Darmprobleme  stellen sich ein. Dies sind die häufigsten Symptome, die Trauernde beklagen.

Wer bei sich oder einem nahen Verwandten solch eine „krankhafte Trauer“ vermutet, sollte sich einem Arzt anvertrauen. Sinnvoll ist hier einen Facharzt (Psychiater/Psychotherapeut) aufzusuchen, der feststellen kann, ob es hier wirklich um einen krankhaften Trauerprozess handelt.

Mit meiner langjährigen Erfahrung als Trauerbegleiter habe ich oft solche Menschen kennengelernt, die sogar in der Psychiatrie behandelt wurden. Soweit muss es nicht kommen. Ein qualifizierter Trauerbegleiter kann in solchen Fällen eine echte Hilfe und Unterstützung sein.