Trauerphilosophie

Die Philosophie versucht, die Welt zu ergründen und zu verstehen. Was liegt da näher, als sich philosophisch mit den Themen Sterben, Tod und Trauer zu beschäftigen. Nach meinem Verständnis ist die Philosophie ein gutes Mittel, um den Kreislauf des Lebens verstehen zu lernen. Und die buddhistische Philosophie geht hier noch einen Schritt weiter. Sie versucht, auch das Sterben und den Tod als Ganzes zu akzeptieren.

Wer sich dem Buddhismus verbunden fühlt, der wird sich schon öfters mit den Fragen des Todes und der Wiedergeburt beschäftigt haben. Ob es solch eine Wiedergeburt gibt, ist eine reine Glaubensfrage. Doch der Buddhismus ist keine Religion im eigentlichen Sinne, der Buddhismus ist eine Wissenschaft. Wir können auch sagen, dass der Buddhismus ein Lebensweg ist.

Doch wie kann die Philosophie im Alltag den Sterbenden und vor allem den Trauernden helfen? Durch Geduld, durch Nachfragen durch die Auseinandersetzung mit dem Leben.  In der Trauerbegleitung werden zwar von den Klienten (Trauernden) Fragen gestellt, sie werden jedoch meist nicht beantwortet. Es geht darum, einen eigenen völlig neuen Blickwinkel zum Leben zu entwickeln.

Die Trauerphilosophie kann in der Trauerbegleitung sehr viel bewirken. Wir müssen uns nur den Fragen stellen, um am Ende einen Weg zu finden, der uns wieder freudvoll und glücklich macht. All das ist Philosophie der Trauer.

 

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